Foto: Susanne Gehrmann-Röhm
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Die KSR Denkfabrik

Die erste Publikation der KSR Denkfabrik

Broschüre KSR-Denkfabrik Stand 09.12.2016

Der Artikel aus dem Südkurier vom 09.12.2016 zur Publikation der Denkfabrik:

Artikel KSR-Denkfabrik, Südkurier 09.12.2016

Warum machen wir eine Denkfabrik?

Jede Organisation muss sich von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen und sich und ihre Arbeit hinterfragen:

- Was bedeutet das Seniorensein im Jahre 2016 – auch vor dem Hintergrund demographischer Entwicklungen und Verpflichtungen?
- Haben wir die richtigen Themen und Projekte? Welche Inhalte wollen wir im KSR beraten und bearbeiten?
- Wie wird unsere Arbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen?
- Haben wir die richtige Struktur? Welche Arbeitsformen benötigen wir?
- Wie können wir mehr „Mitarbeiter“ gewinnen? Was motiviert uns, im KSR mitzuarbeiten?

Diese und weitere Fragen wollen wir in der KSR Denkfabrik miteinander beraten. Ziel ist hierbei nicht eine Satzungsänderung, sondern die weitere Verbesserung unserer Arbeit.

Bericht über die „KSR Denkfabrik“ am 25.1.2016

Lebenserfahrung als Chance zur Veränderung

Denkfabrik des Kreisseniorenrats startet
Die Menschen werden älter. Die Zahl der Senioren nimmt zu – auch im Landkreis Konstanz. Die Lebenserwartung steigt. Immer mehr Senioren sind bereit, sich für Gesellschaft und Umwelt zu engagieren. Senioren packen Probleme an – von diesen gibt es genügend bei uns.

Probleme erkennen und zu ihrer Lösung beitragen. Dies ist das Ziel des Kreisseniorenrats, der Interessenvertretung älterer Menschen im Kreisgebiet. Der Kreisseniorenrat startet deshalb die Initiative
KSR Denkfabrik
Auf einer ersten Tagung am 25.Januar nahmen etwa 30 Seniorenvertreter aus den Seniorenorganisationen der Städte und Gemeinden des Landkreises sowie Repräsentanten sozialer Organisationen teil. Es ging um Bestandsaufnahme, Themenfindung und Schwerpunktbildung.

Folgende Fragen waren wichtig:
- Was bedeutet das Seniorensein im Jahre 2016 – auch vor dem Hintergrund demographischer Entwicklungen und Verpflichtungen? Gesellschaftlicher Beitrag leistungsfähiger alter Menschen?
- Hat der KSR die richtigen Themen und Projekte? Welche Inhalte werden beraten und bearbeitet?
- Wie wird die Arbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen?
- Stimmt die Struktur? Welche Arbeitsformen benötigt man?
- Wie kann man mehr „Mitarbeiter“ gewinnen? Was motiviert, im KSR mitzuarbeiten?

Als Motto wurde gefunden:

Lebenserfahrung als Chance zur Veränderung

Diese Aussage hebt hervor, dass mit dem Alter eine „Lebensbilanz“ bzw. ein Resumee gezogen wird. Damit einhergehend ergibt sich auch eine Chance auf Veränderung. Diese kann sich sowohl auf den/die älteren Menschen, als auch auf gesellschaftliche (und politische) Veränderung beziehen im Sinne einer Hinwirkung der Mitgestaltung altersgerechter Kommunen.
Der KSR interpretiert dies als Richtschnur für die weitere Arbeit. Alter ist nicht in erster Linie mit negativen oder belastenden Attributen assoziiert, sondern im positiven Sinne, sowohl hinsichtlich der Möglichkeiten jedes/r Einzelnen, Chancen auf Veränderung wahrzunehmen und anzugehen, als auch hinsichtlich der Chancen, gesellschaftspolitisch auf seniorengerechte aber auch generationenübergreifende Rahmenbedingungen hinzuarbeiten, sowohl auf kommunaler Ebene als auch im weiteren Sinne (Bsp. Altersarmut und altersgerechtes Wohnen).
Der Vorsitzende Bernd Eberwein formulierte: „Senioren stehen nicht auf dem Abstellgleis, sondern wollen Lokomotive sein.“

Priorität haben 5 Themen

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde festgelegt, im Jahre 2016 mit 5 zentralen Themen zu beginnen. Ausführliche Diskussionen unter den Teilnehmern ergaben folgende
• Altersmedizin/medizinische Versorgung
• Mobilität/ÖPNV
• Wohnen/Nachbarschaft
• Pflege
• Altersarmut

Jedes dieser Themen wurde inhaltlich beraten und zu jedem Thema eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Aufgabe hat, den aktuellen Sachstand zu erheben, Informationen für die Senioren zusammenzustellen und wenn möglich Lösungswege aufzuzeigen – insbesondere solche, bei denen sich der KSR einbringen wird. Die Arbeitsgruppen beginnen unmittelbar mit ihrer Arbeit und werden von Zeit zu Zeit gegenüber dem Kreisseniorenrat und gegenüber der Öffentlichkeit ihre Arbeit vorstellen. Zum Thema Altersarmut wird bereits im April eine öffentliche Veranstaltung zur Renten-Problematik stattfinden.

Mitarbeiter und Themenpaten gesucht

Der KSR sucht zur Verstärkung seiner Denkfabrik interessierte Personen zur Mitarbeit in den Themengruppen. Gesunder Menschenverstand und Engagement ist erwünscht. Kontakt über das Büro des Kreisseniorenrats im Landratsamt 07531 800 1787.


Hintergrund: Der Kreisseniorenrat Konstanz (KSR) ist eine Arbeitsgemeinschaft der im Bereich der Altenhilfe tätigen Organisationen, Einrichtungen und Vereinigungen im Landkreis Konstanz. Die Organisationen sind keine Pflichtmitglieder und sie behalten im KSR auch ihre Eigenständigkeit.

Bei seiner Arbeit hat der KSR immer die große Zahl von über 66.000 Menschen über 60 Jahre in seinem Zuständigkeitsbereich im Blick.

Laut seiner Satzung (Auszug aus dem Originaltext):
- tritt der KSR für die Interessen älterer Menschen im Kreisgebiet ein und versteht sich generationenübergreifend als ein Organ der Meinungsbildung und des Erfahrungsaustausches auf sozialem, wirtschaftlichem, kulturellem und politischem Gebiet.
- macht der KSR Politiker, Öffentlichkeit, staatliche und kommunale Behörden auf die Probleme älterer Menschen aufmerksam und arbeitet an deren Lösung mit.
- unterstützt der KSR im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit ältere Menschen durch Information und Beratung über sie betreffende Angelegenheiten. Er setzt sich für die Beratung und für die Koordinierung von Maßnahmen für die ältere Generation ein.

Kommentar:
Das sind hohe Ansprüche. Sie sind nicht statisch. Ihre Formulierung impliziert, dass der KSR sich um die jeweiligen Probleme der Zeit kümmert, zeitnah und perspektivisch. Natürlich kann der Kreisseniorenrat nicht alle Probleme gleichzeitig lösen und sich für alle Interessen älterer Menschen gleichzeitig einsetzen. Der KSR muss Schwerpunkte identifizieren, sowohl für seine eigene Arbeit, als auch für die Projekte, bei denen er mitarbeitet.

Und genau dies ist das Ziel der KSR Denkfabrik. Das Projekt Denkfabrik soll sich nicht auf den heutigen Tag beschränken, sondern in der Zukunft fortgesetzt werden.

Mitglieder
Mitglieder im KSR sind die Seniorenräte der Städte und Gemeinden des Landkreises. Wenn diese noch nicht gebildet sind, gibt es Seniorenbeauftragte. Darüberhinaus sind Mitglieder die Repräsentanten von sozialen Organisationen wie Caritas AWO, VdK und Organisationen, die aktive Seniorenarbeit machen, wie die Altersabteilung der Kreisfeuerwehr, die Kirchen, die im Kreistag vertretenen Parteien, die Alten- und Pflegeheime, der Gemeindetag.