Gesundheits- u. Pflegethemen

Sozialreferent Stefan Basel, Claudia Brackmeyer, Landrat Zeno Danner, Harry Fuchs, Norbert Eckert, Barbara Hanke-Hassel, Reinhard Zedler. Nicht auf dem Bild Gabriele Glocker

Gesundheitsversorgung hochaltriger Menschen im Landkreis Konstanz

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels hat der Kreisseniorenrat die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung der älteren Menschen im Landkreis untersucht und in einer Denkschrift „Geriatrie im Landkreis Konstanz“ zusammengefasst. Die Denkschrift wurde Landrat Zeno Danner überreicht.

In den kommenden Jahren wird rund ein Fünftel der Bevölkerung über 70 Jahre alt sein. Ab 70 sind statistisch mehr Erkrankungen, auch Mehrfach-Erkrankungen, zu erwarten. Die Kurve der Pflegebedürftigkeit steigt dann schnell an. Die Altersmedizin – Geriatrie –  gewinnt an Bedeutung. Im Landkreis gibt es nach den Befragungen bei den Sozialstationen der Krankenhäuser Engpässe und auch Ärzte sowie Krankenkassen sehen noch Bedarf. Die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen unsere Gesellschaft recht schnell vor Herausforderungen. Der Blick auf die älter werdende Gesellschaft rückt immer stärker in das Zentrum. In allen Lebensbereichen wird das zu sehen sein.
Der Kreisseniorenrat empfiehlt den Ausbau der Altersmedizinischen Versorgung im Landkreis und die Erweiterung der Geriatrie im  Klinikum Konstanz sowie weitere Maßnahmen, um den Mangel an Pflegeplätzen und Pflegekräften zu beheben. 

Entlassungsmanagement

Die gesellschaftliche Realität und auch die Brisanz der demographischen Entwicklung sind seit langem bekannt. Die Menschen werden durch die medizinischen Fortschritte immer älter und dadurch auch später pflegebedürftig. Die absolute Zahl der Pflegebedürftigen, insbesondere der schwer Pflegebedürftigen und der Dementen, nimmt ständig zu.

In diesem Bereich besteht, insbesondere in der Kurzzeitpflege und in der Nachsorge entlassener Patienten aus Krankenhäusern, der größte Handlungsbedarf. Dies zeigt auch der Kreisseniorenplan. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat der KSR auf die Probleme hingewiesen. Wir beteiligten uns u. a. an einer Arbeitsgruppe „Modellprojekte“ des Landratsamtes. Der KSR wird darauf drängen, dass nach Planungen auch Taten fol­gen. Die Probleme auf diesem Gebiet werden durch unsere Nähe zur Schweiz verstärkt (Abwanderung von Pflegekräften).