Auf seiner Sitzung am 12.02.2025 diskutierte der Kreisseniorenrat im Pflegezentrum St. Verena in Rielasingen-Worbingen vor allem über die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung. Bürgermeister Ralf Baumert ging in seiner Begrüßung auf die Digitalisierung der Verwaltung ein.
Auch gerade hierbei sollen die digitalen Angebote vielen Bürgern den Zugang erleichtern, aber ohne diejenigen zu vergessen, die nicht davon profitieren können. Für sie muss es weiterhin
Ansprechpartner im Rathaus geben. Die Digitalisierung in allen Lebensbereichen schreitet voran und bringt viele Vorteile bei der Bearbeitung von Behördengängen. Dennoch dürfen dadurch
nicht weite Teile der Gesellschaft von der Teilhabe abgehängt werden. Insbesondere hochaltrige Menschen und Menschen mit Behinderungen kommen mit der für sie ungewohnten Bedienung der Geräte nicht zurecht. Knöpfe und Schalter verschwinden unter einer
Glasfläche und können nicht erfühlt und manchmal in ihrer Auswirkung nicht erkannt werden. Steife Finger oder schlechtes Sehen erschweren die Bedienung der Geräte. In vielen Kommunen
haben sich daher technikbegeisterte Senioren zusammengetan und bieten Schulungen und Hilfen für Mitbürger am Computer, Tablet und am Smartphone an. „Wir geben Hilfestellungen und üben die Bedienung. Damit bauen wir auch Ängste bei der Bedienung ab“, sagt Walter Rottinger von den PC-Senioren Hegau.
Mit der Einführung des elektronischen Rezepts verändert die Digitalisierung auch den Arztbesuch. Verschreibungspflichtige Medikamente können einfach mit der Versichertenkarte oder dem Smartphone bei der Apotheke abgeholt werden. Das rosa Papierrezept ist nicht mehr erforderlich. Der Kreisseniorenrat sieht aber die Notwendigkeit, dass es neben dem E-Rezept weiterhin ein Papierrezept geben muss. Patienten, die nicht mit den modernen Medien vertraut sind, sowie Patienten mit körperlichen Einschränkungen, benötigen ein Papierrezept. Mit ihm können sie ohne Hilfsmittel einfach nachvollziehen, welche Medikamente ihnen verschrieben werden. Denn immer wieder kommt es zu falsch ausgestellten Rezepten, stellt Ariel Wagner, Pharmazeutisch-technischer Assistent in der See-Apotheke in Ludwigshafen, bei seinem Vortrag im Kreisseniorenrat fest. Damit Senioren mit Einschränkungen nicht von der
gesellschaftlichen Teilhabe abgeschnitten werden, setzt der Kreisseniorenrat eine Arbeitsgruppe Digitalisierung ein, die Informationen für Bürger als Anwender von digitalen Diensten zusammenstellt.
